Das Ende der Welt?! – Mach was aus deinem Leben!
Ich ging mit meiner Mutter und meiner Schwester in einer sternklaren Nacht spazieren. Wir waren ein paar Meter von unserem Haus entfernt, ich blieb stehen und schaute auf zum Himmel. Wie viele Sterne dort am Himmel waren. Doch da! “Eine Sternschnuppe!”, raunte ich, und beobachtete faszinierend, wie sie ihren Weg fand. “Wo denn?”, wollte meine Schwester wissen. Doch die Sternschnuppe war schon wieder verschwunden. “Hast du dir was gewünscht?”, fragte mich meine Schwester. Doch ehe ich ihr antworten konnte, rief sie: “Eine Sternschnuppe!” und zeigte nach oben. “Hast du die auch gesehen, Mama?” Meine Mutter blieb ebenfalls stehen und schaute zum Himmel. Die Sternschnuppe war immer noch zu sehen. Und da! Noch eine Sternschnuppe! Und noch eine, und noch eine! Wo kamen die denn plötzlich alle her?
Es wurden immer mehr Sternschnuppen. Wir gingen heim. Ich ging in mein Zimmer und schaute aus dem Fenster. Draußen regnete es Sterne!!! Und es wurden immer mehr und mehr!
Die Leute bekamen Angst. So viele Sterne die einfach vom Himmel fielen. Im Fernsehen berichteten die Menschen vom Sternschnuppen-Spektakel und konnten sich dieses Phänomen nicht erklären. Was geschah hier?
Es fing an zu stürmen. Draußen bekriegten sich die Menschen.
Und ich bekam Angst. Ich versuchte meinen Freund zu erreichen. Ich wollte ihm zumindest noch einmal sagen, dass ich ihn liebe. Doch es war zwecklos, ich konnte ihn weder anrufen, noch ihm ne SMS senden. Es gab keinen Empfang mehr. Verzweifelt versuchte ich es wieder und wieder. Ohne Erfolg.
Der Sturm draußen wütete immer heftiger und die Sterne fielen immer noch haufenweise vom Himmel.
Da kam meine Mutter. Sie war seelenruhig. Wie konnte sie noch so ruhig bleiben?
“Das ist das Ende der Welt. So wie es in der Bibel steht!”
(Matthäus 24,29: Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.)
Ich erinnerte mich daran. In der Bibel stand, dass sich das Ende der Welt und das Kommen Jesu, unter anderem durch das Herabfallen der Sterne ankündigte. Na klar! Plötzlich ergab alles einen Sinn.
Das hier war gerade das Ende der Welt!!!
Verzweifelt versuchte ich nochmals meinen Freund zu erreichen. Diesmal erfolgreich. Er hatte geschlafen und von dem ganzen Chaos das draußen herrschte, noch gar nichts mitbekommen…
“Es regnet draußen Sterne! Wenn du mir nicht glaubst, dann schau raus, oder mach den Fernseher an, die bringen das überall!”
Ich erzählte ihm von meiner Vermutung, dass das wohl das Ende der Welt sei. “Egal was passiert, ich liebe dich!”, rief ich weinend.
Die Verbindung war weg. Am Himmel waren mittlerweile weder Sterne noch Mond. Und es war stockdunkel.
Und ich war unendlich traurig. Traurig deshalb, weil mir plötzlich klar wurde, dass ich mein bisheriges Leben einfach so dahin gelebt hatte. Ritzen, fressen, kotzen, hungern, oder die Tage heulend und traurig im Bett verbracht. Warum? Warum habe ich nicht mehr aus meinem Leben gemacht, und diesen ganzen sinnlosen Mist nicht einfach mal gelassen?
Meine Mutter stand noch immer seelenruhig neben mir. Und ich hatte keine Angst mehr.
“Was kommt als Nächstes?”, fragte ich meine Mutter. “Da, schau die Sonne!”, antwortete sie mir.
Da ging auf einmal die Sonne auf! Sie war gelb mit einem roten, äußerem Rand, während sich unsere Umgebung plötzlich veränderte, und leuchtend, schwarz-weiß wurde. Was für ein Kontrast zur Sonne.
Das musste der Himmel sein!
Und wir waren im Himmel. Meine Mutter stand immer noch neben mir. Da kam ein lachendes Kind angerannt, auf das meine Mutter lächelnd zuging und es freudig in die Arme nahm. Ich fragte mich, ob das meine verstorbene Schwester sein könnte.
Ich schaute mich um. Die Menschen hier waren so anders. Alle lächelten freundlich, sahen zwar anders aus als auf der Erde, aber doch so, das man sie noch erkannte.
Ich war nicht mehr verzweifelt. Aber meinen Freund suchte ich trotzdem.
Und ich wachte auf.
Dieser Traum… Mir ist noch nie ein Traum so nahe gegangen oder hat mich so nachdenklich gemacht, wie dieser von vergangener Nacht. Er hat sich richtig in meinen Kopf eingebrannt. Ich glaube, dieser Traum hat nochmals etwas in mir bewegt.
Ich will mein Leben sinnvoll leben! Und endlich diesen ganzen sinnlosen Mist hinter mir lassen!
Und ich will mich immer im Guten von jemandem verabschieden.
Das habe ich mir fest vorgenommen.
Meinem Freund habe ich als ich aufgewacht bin, sofort ne SMS schreiben müssen, was er mir bedeutet ![]()
Vielleicht verändert dieser Traum ja mein Leben.
Zumindest ein kleines bisschen
Wer weiß
.
Bääh, was für ein Tag…
Bääh, was für ein Tag. Ich bin schon morgens mit starken Bauchkrämpfen, starker Übelkeit und mit Erbrechen aufgewacht. Keine Ahnung warum. Das blieb den ganzen Nachmittag. Hab dann was gegen Übelkeit genommen und bin übelst müde und schwach davon geworden. Nochmal 5 oder 6 Stunden geschlafen.
Meine Mutter musste mich gleich wieder daran erinnern, dass sie noch kein Enkelkind haben möchte… Ääähm, Mama, halloo!? Ich bin 20 und KEIN 12-jähriger Teenager ohne Verantwortungsbewusstsein! Darf man jetzt nicht mal mehr Bauchschmerzen mit Übelkeit haben?!?
Hab bisschen Angst, dass es wieder irgendetwas mit meiner Leber sein könnte. Hätte die eigentlich im Dezember/Januar überprüfen lassen sollen, weil die Werte letztes Jahr, aufgrund von Krankheit, sehr, sehr stark erhöht waren… Eigentlich.
Ich meide Arztbesuche. Hab immer Angst, dass mich jemand auf die Narben ansprechen könnte, oder dass irgendetwas auf mein Essverhalten schließen lassen würde…
Bin noch ein bisschen schwach, konnte heute ja nicht viel essen…
Aber ansonsten geht’s mir jetzt erst mal wieder etwas besser….
Dort am Kreuz…
Nass, grau und neblig.
Dieser Tag heute. Nass, grau und neblig.
Warum muss das Wetter meistens so viel Einfluss auf mein Wohlbefinden haben?
Eigentlich fing der Tag gut an. Bewerbungsgespräch lief gut, hab den Praxisplatz für das nächste Jahr meiner Ausbildung bekommen. Aber freuen kann ich mich irgendwie nicht darüber. Bin der Meinung, dass ich mich dort irgendwie blöd angestellt habe… Keine Ahnung…
Ansonsten lag ich heute die meiste Zeit im Bett. Ich bin schon den ganzen Tag so schrecklich müde und schwach! Nach dem Essen ist das momentan wieder besonders schlimm. Dann die Übelkeit und Bauchschmerzen seit ein paar Tagen…
Heute Nachmittag ne Tafel Schokolade in mich reingestopft. Ich fühle mich grauenvoll…
Diese Eifersucht, als meine Schwester vorhin von ihrer Shoppingtour heim kam.
Eigentlich total dumm, ich weiß, und ich will eigentlich auch gar nicht so sein. Ich kaufe mir keine neuen Klamotten mehr – nur wenn unbedingt nötig. Meine Eltern würden sie mir bezahlen (ich verdiene in der Ausbildung ja leider nichts), aber dann meldet sich bei mir – wie so oft - das schlechte Gewissen.
Wenn ich dann doch mal was kaufen sollte, muss ich immer darauf achten, dass es lange Hosen sind. Dass es langärmlige Oberteile sind. Blöde Narben. Ich fühle mich so eingeschränkt und gefangen damit… ![]()
Zudem bin ich es nicht wert, neue Klamotten anzuziehen, denke ich mir immer…
Außerdem sieht an mir alles bescheuert aus. Die Kleidung reißt’s dann auch nimmer raus.
Neben mir, im Zimmer meiner Schwester, trönt schon wieder irgend ne basslastige Musik.
Warum bin ich so geräuschempfindlich?
In mir brodelt es schon wieder gewaltig, ich versuche mir seit Stunden die Tränen zu verkneifen, aber warum?
Warum bin ich so empfindlich?
Warum bin ich so unlücklich?
Warum existiert dieser Tag heute überhaupt?
“Lass mich!”
Gedankenschmiedin steht gedankenverloren in der Küche an der Arbeitsplatte.
Vor ihr steht ein Teller, auf dem sie seelenruhig zurechtgeschnittene Salatblätter, Erdbeeren und Trauben aneinanderreiht.
Da kommt ihr Vater zur Tür herein. Er trägt den Kopfhörer vom Fernseher, wie jeden Abend. Gedankenschmiedin findet, dass er damit irgendwie affig aussieht. Und jetzt setzt er auch schon wieder dieses übertriebene Grinsegesicht auf. Bestimmt kommt gleich wieder einer seiner sinnlosen Sprüche oder Verse. Was anderes hört man von ihm nur selten. Okay, eine Ausnahme gibt es: Technik, im Besonderen alles rund um Computer. Es ist nicht so, dass Gedankenschmiedin sich für dieses Gebiet nicht interessieren würde, nein, im Gegenteil. Aber wenn man bei jeder Autofahrt oder bei jeder anderen Gesprächsgelegenheit, geradezu über diesen technischen Kram zugetextet wird… Traurig und erbärmlich, wenn es im Leben eines Menschen nichts anderes mehr gibt…
Ihr Vater läuft zum Mülleimer, um eine leere Schokoladenverpackung zu entsorgen, während Gedankenschmiedin gerade ein paar Tropfen Essig über ihren angerichteten Teller verteilt.
Kaum ist das Papier wo es hingehört, steht ihr Vater plötzlich neben ihr und ergreift sie am Oberarm. “Gedankenschmiedin, du musst mal mehr essen, du bist so dünn!”
Gedankenschmiedin reißt sich los. Sie hasst es, dass ihr Vater ihr immer so auf die Pelle rücken muss. Doch wenn sie ihm das sagt, ignoriert er das immer nur lachend.
“Lass mich!” Schau du nach dir!” Gedankenschmiedin holt die Pfeffermühle aus dem Schrank und gibt ordentlich Pfeffer über ihren Teller.
Sie fühlt sich, als hätte ihr Vater ihr gerade ein Messer in ihre Seele gerammt. Dass er mit diesem Thema immer dann kommen muss, wenn sie gerade wieder zugenommen hat. Sie fühlt sich dann nur noch dicker.
Dass man sie aber auch nicht einfach in Ruhe lassen kann! Dass man sie immer an ihr Aussehen erinnern muss!
Heute Morgen hatte sie schon wieder ein halbes Kilo mehr auf der Waage.
Am liebsten würde sie den Salat jetzt sofort wegwerfen…
Deep Inside…
Ferien – des einen Leid des anderen Freud’
Ferien! Und ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll, oder gleich den Kopf in den Sand stecken soll. Da sind die langersehnten Ferien endlich da und ich lieg’ schon wieder den ganzen Tag nur mit Laptop im Bett. In mir hat sich schon nach der letzten Schulstunde gestern, ein schlechtes Gewissen breit gemacht, das mich ständig daran erinnert, wieviel ich noch für die Schule machen könnte. Manch einer würde mich jetzt sicherlich wieder als Streberin bezeichnen, schließlich habe ich jetzt zwei Wochen Ferien vor mir. Warum kann sich dieses Gefühl nicht einfach auch bei mir in Luft auflösen?
Mein Zimmer sieht aus wie bei Hempels unter’m Sofa und ich bin mir fast sicher, dass es spätestens in ein oder zwei Tagen auch in mir drin so aussehen wird. Wenn ich Ferien habe, bin ich allein. Mein Freund arbeitet. Wer meine bisherigen Blog-Einträge mitverfolgt hat, weiß, dass ich kein besonders soziales Leben führe. Wenn ich allein bin, fällt mir die Decke auf den Kopf, ich verkrümel mich in meinem Bett, ignoriere Hunger und Durst, mach die Nacht zum Tag, werde wieder depri und komm dann mit mir selbst nimmer klar… Aaarghh… Der Nachteil von Ferien. Die Regelmäßigkeit der Schule tut mir eben doch ganz gut…



