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Die Ferien neigen sich langsam dem Ende zu. Und wenn ich darüber nachdenke was ich gemacht habe, werde ich nur noch depressiver als ich es eh schon bin. Außer der Kinderfreizeit und den paar Mal die ich bei meinem Freund war, habe ich so ziemlich die ganze Zeit im Bett verbracht. Von Morgens bis abends liege ich hier wieder. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Ich möchte nicht raus. Möchte mich nicht um schulische Dinge kümmern, obwohl ich es unbedingt sollte. Ich will unter der Bettdecke bleiben. Nur da fühle ich mich sicher.
Eigentlich muss ich noch ein Praktikum machen. Aber ich kümmere mich einfach nicht darum. Telefonangst lässt Grüßen. Und meine innere Einstellung: Mich will eh niemand…
Ich habe  Angst kein Praktikum mehr zu bekommen und Ärger mit der Schule zu bekommen… Super…

Wenn ich an das kommende Schuljahr meiner Berufsschule denke, bekomme ich noch mehr Angst. Ich denke zurück an das letzte, wie oft mir alles zu viel war. An meine vielen Kopfschmerzen und an die kurzen Nächte. An das viele Lernen und an die vielen schriftlichen Leistungen. An die Klausuren bei denen ich IMMER zu wenig Zeit habe, obwohl ich das Beste gebe. An Improvisationen und die Angst vor Diskussionen vor der Klasse. An die Lästereien und Vorurteile der anderen mir gegenüber. An das Gefühl, keine Freunde zu haben, ausgenutzt zu werden und allein zu sein. An die unorganisierten Lehrer und die schlechte Prüfungsvorbereitungen. An Blackouts, im Unterricht aufgerufen zu werden und den Mund nicht aufzubekommen. An Panik während des Unterrichts und sehr vielen Selbstzweifeln. An Lehrer die mich nicht leiden können,  nicht verstehen dass ich so still bin oder zu hohe Erwartungen an mich haben.
Diese Liste könnte ich noch ewig weiterführen…
Wir werden auf Klassenfahrt gehen. Ich habe Angst, dass ich mich nicht allein umziehen kann, jemand meine Narben sieht und ich das mit dem Essen nicht unter Kontrolle habe und auffliege.
Es werden wichtige Prüfungen kommen, durch die vergangenes Schuljahr schon viele Schüler durchgefallen sind.
Das Schuljahr wird sehr anstrengend werden. Und ich werde wieder an meine Grenzen kommen. Körperlich und psychisch.
Ich habe den Führerschein immer noch nicht gemacht, immer sprechen mich alle darauf an… Und für meinen Beruf sollte ich ihn wirklich mal machen um flexibler zu sein. Aber die Angst davor ist zu groß. Ich bin zu blöd dazu, dass sage ich mir immer und immer wieder. Habe zu viel Angst zu versagen. Ich bin nicht multitaskingfähig. Meine Konzentration und Reaktionsfähigkeit ist zu schlecht. Mein Orientierungssinn ist miserabel. Hätte Angst Unfälle zu bauen, dass mein Kreislauf schlapp macht, usw… Alles sträubt sich in mir.

Ich weiß nicht wie ich mit meinem Freund umgehen soll. Ich muss doch mit ihm reden, bekomm es aber einfach nicht auf die Reihe. Ich bekomm den Mund nicht auf. Und mein Herz auch nicht…