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Die Gedanken fahren heute mal wieder Karussell in meinem Kopf.
Ich schiebe schon wieder Panik, wegen der Prüfung. Ich habe noch viel zu wenig gelernt. Die Versagensängste lassen grüßen. Immerhin habe ich mein Zimmer mal wieder aufgeräumt und somit auch mal wieder das schimmlige Essen entfernt…
Ich habe zugenommen die letzten Tage und halte es kaum aus. Ich hasse es, wenn die Jeans plötzlich eng anliegt und der Bauch wieder rund aussieht. Am liebsten würde ich mich nur noch in weite Kleidung einhüllen. Mache ich auch teilweise. Damit ja niemand sieht, dass ich zugenommen habe.
Ich bin schon wieder so müde, weil ich heute Nacht nicht einschlafen konnte. So kann ich mir nichts merken.
Heute Mittag habe ich mich mal wieder etwas mit meiner Mutter unterhalten. Kommt ja eher selten vor, dass wir miteinander größere Gespräche führen. Es ging um Kinder und irgendwann um mich.
„Gedankenschmiedin, weißt du noch, wie du im Grundschulalter gestresst von der Schule heimgekommen bist und wenn du dann irgendwie wegen etwas beleidigt warst, immer auf dein Zimmer gegangen bist und nichts gegessen hast? Und das obwohl du immer den ganzen Morgen nie etwas gegessen hast. Da habe ich mir schon manchmal Sorgen gemacht…“
Wie konnte ich nur all die Jahre den ganzen Morgen und Mittag nichts essen? Heute geht das gar nicht mehr. Zumindest nicht unter Leuten. Sonst fängt mein Magen so sehr an zu knurren, dass sich alle nach mir umdrehen und ich bekomme nur wieder Panik.
Ja, ich weiß noch sehr gut, dass ich häufig gezittert habe, weil ich im Unterzucker war. Aber dass ich schon damals häufig Stress damit kompensiert habe, dass ich nichts gegessen habe… Hatte ich irgendwie verdrängt. Vielleicht hat das Ganze ja doch schon viel früher angefangen…

Teil 2 – in dem es um meine streng religiöse Familie und deren Auswirkungen gehen wird –  folgt im nächsten Artikel…

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