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Ich habe einen „Plan“. Und eigentlich weiß ich, dass er wieder total besheuert und sinnlos ist. Dazu später mehr… Außerdem sollte ich eigentlich endlich meine schulischen Dinge erledigen. Bis nächste Woche müssen sie fertig sein – keine Ahnung wie ich das noch schaffen soll. Aber ich muss, bzw. eigentlich sollte es meiner Lehrerin ja recht sein, dass ich momentan nichts auf die Reihe bekomme. Dann kann sie mir immerhin nicht damit kommen, dass ich mir dieses Jahr unbedingt als Ziel setzen sollte, weniger perfektionistisch zu sein. Aber ich muss es machen. Ich will mir meine Note nicht versauen und ich kann nicht anders als nach außen hin perfekt zu sein… Mein Hungergefühl hat sich schon vor einigen Tagen mal wieder komplett verabschiedet. Dafür bekomme ich wieder Muskelschmerzen im Gesicht, Kopfschmerzen und Schmerzen in den Beinen, wenn ich eine Weile nichts esse (ich weiß immer noch nicht warum genau – Magnesiummangel?). Nur deshalb esse ich ab und zu, weil ich die Schmerzen kaum ertrage. Und weil ich Angst habe, dass mein Magen vor anderen Leuten zu laut knurren könnte. Ohne Waage fühle ich mich sowieso nur fett. Auch wenn der Beweis (Zahl) fehlt… Ich lieg wieder nur sinnlos im Bett. Ich halte es kaum aus vor innerer „Zerissenheit“. Der Schmerz müsste raus. Ich sollte mit jemandem reden. Vielleicht würde ich mich dann „erlöster“ fühlen. Aber es geht ja nicht. Weil es niemanden gibt. Weil mich niemand sieht. Ich brauche jemanden, der mich an die Hand nimmt um weitere kleine Schritte nach vorn zu gehen. Ich selbst habe den Mut nicht, auf jemanden zuzugehen. Ich komme mir so blöd vor, aber ich habe immer das Gefühl, dass es jemand männliches sein müsste, dem ich es anvertraue. Weiblich geht irgendwie überhaupt nicht. Ich weiß nicht, woran es liegt. Vielleicht weil ich zu meiner Mutter ein recht schlechtes Verhältnis habe und ihr nicht vertrauen kann? Vielleicht weil mich der ganze Diätwahn den ich immer bei Mitschülerinnen mitbekommen habe (und wie sie sich gegenseitig pushten) , so aufgeregt hat? Weil ich sonst nur meinem Freund vertraue? Nachdem sich das Schreiben mit dem Schulseelsorge-Lehrer in Luft aufgelöst hat (er konnte mir nicht helfen), bin ich am Überlegen, dem Verbindungslehrer* meiner ehemaligen Schule (ich bin ja kaum noch dort) zu schreiben. Anonym – anders geht es nicht. Aber ich weiß gar nicht, ob das auch per Mail okay ist. Es steht dran, dass man sich u.a. bei „persönlichen Problemsituationen“ an ihn wenden kann. (Könnte mir aber vorstellen, dass er mich trotzdem an Kollegen wie Beratungslehrerin, Schulsozialpädagogin etc. weiterleitet, weil das vermutlich eher ihr Gebiet sein dürfte. Und diese kenne ich nicht…) Ich hatte ihn vor 2-3 Jahren mal im Unterricht und er war ganz sympathisch. Ich habe das Gefühl, dass ich ihm vertrauen könnte. Aber er ist nun  Praxislehrer einer Praktikantin bei mir im Kindergarten und wird mir da bis ca. Juni 3x über den Weg laufen. U.a. übernächste Woche. Wenn ich ihm vorher schreiben würde, hätte ich die Hoffnung, dass er etwas merken könnte. Klar, das ist rational gesehen total unwahrscheinlich (und ich würde wieder totale Angst bekommen ihm zu begegnen) – aber irgendwie momentan meine Art und Weise nach Hilfe zu schreien in der Hoffnung zufällig gesehen zu werden… Oder ich schreibe ihm ca. zwei Tage nachdem er bei uns im Kindergarten war, vielleicht ist es dann auffälliger… Ja es ist dumm und vielleicht auch krank. Schon jetzt habe ich im Hinterkopf die ganzen lieben Menschen, die so vieles nicht verstehen können.  „Die wollen doch nur Aufmerksamkeit!“, heißt es dann so häufig wenn Leute z.B. ihre aufgeritzten Arme in der Öffentlichkeit zeigen. „Nur“ ist gut. Vielleicht sind sie einfach nur innerlich so kaputt und rufen auf diese Weise nach Hilfe, weil sie es anders nicht können!?? Glaubt mir, wenn ich den Mut dazu hätte, würde ich es auch tun…

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