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Dass ich meiner Anleiterin gestern mal wieder zu blass war, blieb diesmal nicht ohne Konsequenz. Ich hatte es ihr damit begründet, dass ich neben der Arbeit momentan wahnsinnig viel mit meinem schulischen Bericht zu tun hätte (den ich ja noch nicht einmal angefangen habe!).
Sie und meine Kollegin müssen über mich gesprochen haben. Heute Morgen erhielt ich eine Nachricht, dass ich nicht zum Betriebsausflug mitkommen muss, sondern einen freien Tag für meine Ausarbeitung bekomme.
„Da ich weiß, dass du immer alles ganz genau machen willst und dich darum oftmals sehr unter Druck setzt (…). Nicht dass du dich überforderst“, schrieb sie mir u.a…
Und später erwähnte sie dann mal wieder, dass meine Praxislehrerin sie ja schon am Anfang darauf hingewiesen hätte, dass man bei mir aufpassen müsse, dass ich mich nicht übernehme…
Ja, manchmal bin ich vielleicht etwas perfektionistisch angehaucht. Aber momentan? Ich habe die Ausarbeitung noch nicht einmal angefangen!! Ich bekomme es einfach nicht auf die Reihe! Es ärgert mich, dass mir sowas jetzt schon wieder unterstellt wird. Ihr habt doch alle mal wieder überhaupt keine Ahnung von meinem Leben, man!!!

Gestern Abend war ich so fertig. Hatte solche Schmerzen in allen Gliedern. Ziemlich sicher von zu wenig Schlaf. Heute Morgen – ich konnte endlich mal wieder etwas länger schlafen – war es dann wieder besser!
Und dann war da noch die Veranstaltung von meinem Kindergarten und den anderen Einrichtungen, die dazu gehören. Eine öffentliche Veranstaltung bedeutet Menschen. Menschen die ich nicht kenne. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt.
Erst war da auf dem Weg in den Kindergarten nur Übelkeit und starke Angst. Ich hatte es nicht vermisst, aber nun noch schon länger nicht mehr gehabt. Sonst habe ich ja meistens meinen gewohnten Tagesablauf und davor habe ich keine Angst. Und meine freie Zeit verbringe ich ja nur daheim. Da wurde mir mal wieder klar, dass es so eigentlich nicht weitergehen kann. Wegen solchen Kleinigkeiten kann man doch nicht ständig Angst haben…

Im Kindergarten angekommen merkte ich jedenfalls dann schnell, dass ich immer stiller wurde und plötzlich sehr starke Kopfschmerzen bekam. Meine ganze Gesichtsmuskulatur verkrampfte sich. Dass ich das die letzten Jahre nicht schon viel früher verstanden habe, dass diese ganzen starken Schmerzen und Verspannungen vor allem durch meine Angst bedingt sind… Scheiß Soziale Phobie oder was auch immer das ist… Ich hasse es…
Mit der Zeit (ca. nach einer Stunde) wurde es dann bedeutend besser und die Angst war wieder verflogen. Außerdem war ich irgendwann mit den Kindern beschäftigt. Und vor denen habe ich nun mal keine Angst…!!! 🙂 🙂
Ein ca. 3,5-jähriges Mädchen war so toll. Ich mochte ihr Lachen. Sie war bestimmt 45 Minuten an meiner Station die ich betreut habe, hat mir alles mögliche von sich erzählt und wollte sie immer und immer wieder mit mir zusammen meistern. „Jetzt mache ich es allein“, meinte sie dann irgendwann. „Meine Hand ist matschig. Sonst wirst du ja ganz dreckig!“ ❤ 😀
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell manche Kinder sich Menschen gegenüber öffnen und Vertrauen fassen können… Wenn mir das (außer bei Kindern) auch mal so leicht fallen würde… In vielen Dingen sind sie mir eben manchmal ein großes kleines Vorbild… 😉