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Da ich nun einige Tage nacheinander nur zu Hause verbrachte habe, hatte ich mich gestern schon gedanklich darauf eingestellt, dass es mir heute auf dem Weg zur Arbeit wieder extrem schlecht gehen würde.
Doch diesmal setzte mein Tiefpunkt schon viel früher ein: Heute Nacht. Ich wollte erst sehr lange nicht schlafen. Suchte nach Rezepten statt zu essen. Und als ich dann schlafen wollte, da es schon wirklich spät war, konnte ich es plötzlich gar nicht mehr.
Es war so warm. So unangenehm warm. Ich muss mich immer mit meiner warmen Decke einhüllen. Sonst kann ich nicht schlafen. Sonst fehlt mir das Gefühl von Sicherheit.
Ich schloss die Augen. Alles drehte sich. Es wollte nicht enden. Zu wenig gegessen? Vermutlich…
Zu wenig kann man gar nicht essen!
Als ich dann kurz davor war, mich in das Land der Träume zu begeben, fing es an zu gewittern. Ich schreckte ständig zusammen.
Etwa eine ganze Stunde Schlaf durfte ich dann aber doch noch mein Eigen nennen, bevor es wieder los zum Arbeiten ging…

Bei meinem wöchentlichen Angebot mit den Kindern (für das ich u.a. zuständig bin), improvisierte ich dann heute mal wieder. Mittlerweile kann ich das einigermaßen. Hatte am Wochenende einfach mal wieder nicht noch die Nerven, noch großartige etwas vorzubereiten (zudem geht meine Vorbereitungszeit ja sowieso schon für die ganzen Teambesprechungen usw. drauf). Und da sowieso alle Kinder über das Wetter sprachen, nahm ich das heute einfach mal zum Anlass 😀
Letztendlich schaute mir dann eine Kollegin, eine Praktikantin und eine Hospitantin gleichzeitig dabei zu und eine Mutter war die ganze Zeit um die Ecke in Hörweite). Ich hasse das!!! Aber meine Kollegin war hinterher begeistert… Warum auch immer… 😛

Ja zur Zeit haben wir wieder sehr häufig Leute da, die sich den Kindergarten anschauen. Diese Woche wird fast täglich wieder jemand kommen (was immer bedeutet, dass wir mit weniger Personal arbeiten müssen, da eine Kollegin später Reflexionsgespräch mit der Person führt). Entweder weil sie sich überlegen, ihr Kind bei uns anzumelden, oder weil sie sich einfach so für unsere Arbeit interessieren, oder weil sie bei uns ab September arbeiten wollen.
Letzteres wird auch morgen der Fall sein. Ich bin so gespannt, wer da kommen wird 😀 Sie soll dann auch ein bisschen mitarbeiten, was bei uns ziemlich schwierig ist, wenn man unsere Arbeit nicht kennt (z.B. das Wahren des Spiels einzelner Kinder, usw.) 😀 Aber ich habe mich ja zu Beginn bestimmt auch seltsam angestellt 😛
Ich werde mitentscheiden müssen, wen wir in unser Team aufnehmen werden, da hauptsächlich meine Kollegin und ich mit der Person zusammenarbeiten werden. Ich bin total schlecht, jemanden im ersten Moment einzuschätzen. Oftmals trügt mein erster Eindruck nämlich. Glaube ich zumindest.
Eigentlich hätte ich gerne noch eine jüngere Person mit im Team. Einfach deshalb, um nicht mit Abstand die Jüngste zu sein (Praktikanten werden wir keine mehr haben). Nicht, dass ich etwas gegen meine beiden älteren Kolleginnen habe, nein. Aber ich hätte gerne eine bunte Mischung. Eine Vielfalt an Erfahrungen im Team. Aber vielleicht auch noch jemanden, der seine Ausbildung noch nicht ganz so lange abgeschlossen hat. Die Ausbildungsinhalte vor zig Jagen waren schließlich noch andere als heute… Aber erst mal abwarten.

Ich fühle mich gerade sehr schwach. Habe mir vorhin ne ganze Tafel Schokolade reingeschoben. Wie so oft, nach dem Hungern.
Immer musst du alles aufessen! Nie kannst du mal was übrig lassen, du gierige Kuh!
Hätte am liebsten geko*zt. Aber zur Zeit… Ich kann meinen Zähnen regelrecht dabei zuschauen, wie sie abbröckeln (auf den ersten Blick sieht man es nicht und erkennen würde es ein Laie vermutlich auch nicht). Es macht mich so traurig. Selbst dafür verantwortlich zu sein. Nichts dagegen machen können. Außer es zu unterlassen, den Vorgang immer und immer wieder zu beschleunigen….
Zahnsubstanz kannst du nicht ersetzen. Abnehmen kannst du auch ein anderes Mal.
Aber dann musst du jetzt erst mal noch fett rumalufen. Du Fettklops! Das kannst du doch nicht tun!??

Nun noch ein uneleganter Themenwechsel. Habe am Wochenende meinen Freund getroffen. Er hatte sich nicht absichtlich geschnitten. Glaube ich. Der Schnitt sieht anders aus. Aber seltsam ist die Geschichte trotzdem. Vor allem, wenn sich so viele merkwürdige Geschichten häufen. Und immer wieder irgendwas passiert…
Den Schnitt hat er sich anscheinend neulich zugezogen, als er (in betrunkenem Zustand) seine Balkontür zugemacht hat. Sie hat geklemmt. Er hat gerüttelt. Dabei ist die Scheibe zu Bruch gegangen. Und er hat sich am Daumen geschnitten. Ich lass das mal so stehen…
Im Straßenverkehr hatte er auch schon wieder einen kleinen Unfall mit dem Fahrrad. Ein Bus hat ihn zur Seite gedrängt. Okay, ich weiß auch, dass die Busse hier manchmal wirklich rücksichtslos fahren. Er wollte dass der Busfahrer die Polizei holt. Dieser zeigte kein Verständnis. Entschuldigte sich nicht. Wollte weiterfahren, mein Freund stellte sich vor den vollen Bus und legte sich mit dem Fahrer (verbal) an.
Stell dir vor, du wärst dabei gewesen. Stell dir vor, du bist zukünftig bei solchen Situationen dabei. Wenn er sich mit anderen anlegt. Egal ob er im Recht wäre oder nicht. Es wäre dir extreeeemst peinlich. Wie willst du das denn bitte dann meistern?

Bei ihm passiert einfach so oft etwas. Zu oft. Und ich habe doch nicht die Kraft, mir ständig Sorgen zu machen… Aber wenn er einmal wieder damit anfängt Scheiße zu bauen, dann kann ich nicht anders…
Als er dann also bei mir war, war meine (selten vorhandene) gute Laune sehr schnell weg. Habe mich unwohl gefühlt. Mich distanziert. Nach längerer Zeit des Schweigens ihm mitgeteilt, dass es mir gerade schwer fällt ihm zu  vertrauen, nach solchen Aktionen wie neulich. Gedacht, dass mein situationsbedingtes Schweigen vielleicht doch „nur“ davon kommen könnte, dass ich es nicht gewohnt bin, das auszusprechen was ich fühle oder denke. Vielleicht doch „einfach“ eine Übungssache…?
Worte der Entschuldigung folgten. Und eine Gedankenschmiedin, die einfach niemandem lange böse sein kann.
Doch das Misstrauen wird die nächsten Wochen über erst mal wieder noch eine Weile anhalten…

Ende der Woche muss ich zu meinen Eltern. Benötige noch schulische Unterlagen. Und meine ehemalige Nebensitzerin* möchte auch noch kurz bei mir vorbeikommen, um sich ein Buch zu leihen.
Das erste Mal, dass außer meiner Familie und meinem Freund jemand meine Wohnung betreten wird. In meine Privatsphäre „eindringen“ wird. Hier, wo ich mich einigermaßen sicher fühle. Ich tu mich so verdammt schwer damit. Denn damit öffnet man sich ein Stück. Zeigt wie man lebt und wer man ist. Auch wenn ich absichtlich keine Fotos oder sonstige privaten Dinge aufgehängt habe, es fällt mir sehr schwer, jemanden hier an mich heranzulassen hereinzulassen…

Die nächsten Tage muss ich Literatur für meine Prüfung suchen. Ich will nicht. Muss mich einarbeiten. Hoffentlich macht meine Konzentration mit. Ich kann doch seit Jahren nicht mehr richtig lesen… Hoffentlich bleibt die Angst weg. Blockiert mich nicht. Nicht schon wieder…