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Man macht den Fernseher an und baaam, da ist er wieder da – der Radiomensch*. Einfach ständig und überall. Krass, in welchen Sendungen er mittlerweile mitmischt und mit welchen Menschen er dort zu tun hat!!!
Mir wird schlecht wenn ich daran denke, dass er damals den Workshop gemacht hat. Was ich ihm damals alles anvertraut habe. Was für ausgiebige Chatgespräche wir hatten und welche Nachrichten wir ausgetauscht haben. Und wie der Selbsthass damals in mir wuchs, als mir bewusst wurde, dass ich seine heutige Frau indirekt mit ihm verkuppelt (oder zumindest ihr Interesse an ihm geweckt) hatte…
Gedankenschmiedin… Das ist jetzt so viele Jahre her…!!
Ich sollte die Vergangenheit ruhen lassen. Aber manchmal ist das nicht so einfach… Zumindest werden Erinnerungen wach, wenn er über den Bildschirm flimmert. Wenn er dort über Dinge redet, über die wir beide damals miteinander geschrieben haben…
Aber was will man machen. Ist eben eines meiner kuriosen Kapitel. So spielt das Leben…

Das Wochenende war schwierig. Das mit meinem Freund hat mich extrem mitgenommen. Seitdem bin ich irgendwie näher am Wasser gebaut als sonst. Weil ich mir Sorgen mache, ich hilflos und gleichzeitig froh bin, dass es ihm wieder besser geht. Wobei er immer noch Symptome hat. Seine Wahrnehmung spielt noch immer verrückt. Seine Umwelt scheint für ihn langsamer zu sein. Und auf seiner Haut spürt er manchmal nichts. Keine Temperatur, einfach nichts. Bin gespannt, ob er morgen (mittlerweile heute) wirklich zum Arzt geht, wie er mir heute gesagt hat.
Er meldet sich plötzlich wieder viel öfter. Das irritiert mich. Gleichzeitig bin ich froh darüber und vermisse ihn tatsächlich wieder. Auf der anderen Seite habe ich Bedenken, dass es mir bald schnell zu viel werden könnte…
Als ich ihn am Samstag nochmals gesehen habe, war es zum Glück dunkel, als die Tränen geflossen sind. Ich hätte auf keinen Fall gewollt, dass er sie sieht. In dem Moment wurde mir auch bewusst, dass mir momentan einfach viel Vertrauen fehlt…

Arbeiten ist anstrengend. Eine Kollegin ist krank. Die Neue wirkt immer noch sehr unflexibel und eigensinnig auf mich. Ich muss ihr täglich so viel erklären. Gleichzeitig möchte sie viel von mir. Und „nebenbei“ sind da auch noch die Kinder, die zur Zeit manchmal auch sehr speziell sind und viel Energie rauben. Energie die ich momentan kaum habe. Bin nur noch müde. Müde. Müde. Werde schon darauf angesprochen. Muss morgen mehr Schminke draufklatschen.

Insgesamt waren die letzten Tage schwierig. Fressen dient als Trost. Statt gesund zu kochen, verfalle ich wieder allen Lebensmitteln, die reich an Kohlenhydraten sind. Ich bin süchtig danach. Immer und überall…
Zum Bloggen habe ich kaum Nerven. Schließlich reflektiere ich mich da meistens. Und reflektieren tu ich schon den ganzen Tag. Ich habe den Eindruck, ich mache manchmal kaum etwas anderes. Bei der Arbeit wird ständig reflektiert. Ich selbst denke bei mir auch immer über alles nach und blogge gedanklich mehrmals täglich. Bei der Beratungsstelle wird reflektiert. Und dann in meinem Blog auch noch?
Jetzt reflektiere ich schon über das Reflektieren. Nein. Das reicht jetzt. Ich muss in’s Bett. Bin total fertig.

Nur noch kurz zu meinem vorletzten Gespräch mit meiner momentanen Beraterin heute.
Vom Inhalt war es okay, hat mich aber nicht besonders weitergebracht oder so. Es ging um das sich Sorgen machen. Und dass Kommunikation mit meinem Freund wichtig wäre. Dass wir uns gegenseitig auch Wünsche und Bedürfnisse mitteilen, usw…
Irgendwann kam sie mal wieder darauf, dass es wichtig wäre, dass ich mich selbst wertschätze. Und dass ich ja in meinem Beruf begabt wäre, hübsch wäre, blabla…
Lach. Genau. Grottenhässlich bist du. Nichts kannst du. Eine Versagerin bist du. Aber würdest du ja niemals zugeben, wie du tatsächlich über dich denkst… Also immer schön weiterlächeln!
Danach war ich wieder wütend auf mich selbst, weil ich es nicht zum Ausdruck gebracht hatte, was mich zur Zeit am meisten bewegt. Zumindest die letzten Tage am Wochenende. Dass ich da meinen Alltag wieder null auf die Reihe bekomme. Wie schlimm die Gedanken dann sind, in denen ich dann gefangen bin. Dass ich da kaum noch herauskomme. Manchmal hilft nur schlafen ein bisschen. Den ganzen Tag und die ganze Nacht. Weil es danach ein klein wenig besser ist. Ich dann manchmal selbst nicht mehr verstehe, was los war…
Die ganze Woche ist ein einziger Kampf um’s Überleben. Kann mir nicht vorstellen, wie lange das noch so weitergehen soll und kann.
Naja. Bei den Beratungsgesprächen merke ich zur Zeit immer mehr, wie unkonzentriert ich bin. Katastrophe! Wenn sie etwas sagt, dass sich auf meinen letzten Satz bezieht, kann ich ihr so oft schon nicht mehr folgen. Komme mir so blöd vor… Total bescheuert man…
Nächstes Mal das letzte Gespräch mit ihr, weil sie dann umzieht. Wir werden die Gespräche der letzten Wochen und Monate reflektieren. Keine Lust…
Sie hat mir den Namen meiner neuen Beraterin gesagt. Habe sie gegoogelt. Sie ist auf jeden Fall ein bisschen älter als die jetzige. Den Rest muss ich abwarten. Aber bin schon jetzt aufgeregt. Kann nur hoffen, dass mich das irgendwie weiterbringt…

Mein Hals ist am A… Weil ich heute mit den Kindern gesungen habe (als sonst niemand da war). Und weil mein Hals einfach kaputt ist durch die Magensäure und alles. Die Ärzte haben damals bei meiner OP (aufgrund der Verletzung im Hals) schon darauf hingewiesen, dass ich zukünftig Probleme haben könnte, weil ich damals so lange heiser gewesen war… Scheiß Körper man… Scheiß Essstörung…
Bin gespannt auf meine Blutwerte man. Will endlich wissen, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt. Weiß ja auch nicht, was alles untersucht wurde. Will einfach nur, dass es unauffällig ist und ich nicht nochmals hin muss. Dann kann ich mich endlich wieder schneiden…
Bin so müde. Unglaublich müde und schwach. Gute Nacht…