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Montag, 18.01.’16:
Heute hatte ich wieder einen Termin in der Beratungsstelle. Wir haben einige Dinge angesprochen. Aber die Zeit reicht nie, um annähernd alles, was sich über die vergangene Woche ereignet hat, aufzugreifen.

Es war ganz gut, dass sie mich gefragt hat, wie es mir nach unserem letzten Treffen ergangen war. Denn ich hatte seitdem immer noch negative Gefühle in mir. So konnte ich darauf aufmerksam machen, dass ihre Formulierungen (dass ich meinen Freund von mir stoßen und zu mir ziehen würde, wenn es mir gerade passen würde) für mich einfach nicht stimmig waren. Ich konnte die Richtung gut nachvollziehen, aber die Worte waren einfach für mich nicht treffend.
Nun soll ich mir bis zum nächsten Mal überlegen, welche Formulierung ich wählen würde.

Als Hausaufgabe hatte ich mir ja Gedanken notiert, warum ich so blockiert darin bin, dass ich meinen Eltern meinen Freund einfach nicht vorstellen kann.
Und das war letztendlich „eine ganze Menge“, wie die Beraterin meinte, nachdem ich es vorgelesen hatte.
Der Hauptgrund liegt meiner Meinung darin, dass es mir schwer fallen würde, meinen Eltern/ anderen Menschen  gegenüber zu zeigen, dass ich Gefühle habe. Es ist mir zu persönlich. Und ich habe das Bedürfnis, dies schützen zu müssen.
Die Beraterin hat einige Dinge angeschnitten.
Als sie auf meine Eltern zu sprechen kam, wurde es irgendwie immer schwieriger für mich. Je schwieriger es wurde, desto mehr lachte ich. Total übertrieben…
Wir stellten fest, dass meine Mutter teilweise wenig Vertrauen in mich hatte (z.B. war ihr einziger Gedanke, als sie von meinem Freund erfuhr, dass ich schwanger werden könnte). Und ich vielleicht auch wenig Vertrauen in meine Eltern hatte.
Sie wollte wissen, ob meine Eltern mich manchmal gelobt hatten. Daran konnte ich mich nur noch bei dem Erhalt von guten Schulnoten erinnern.
Und da stockte das ganze dann…
Als Kind sieht man in seinen Eltern hauptsächlich nur Gutes. Und wenn einem dann später, wenn man älter ist, plötzlich bewusst wird, dass es da vielleicht doch Dinge gab, die nicht so hätten sein sollen, bzw. die einfach nicht rund gelaufen sind, dann ist das irgendwie schwierig…
Sie hat es bemerkt, dass das Thema für mich irgendwie nicht so einfach war und wollte dann lieber über etwas anderes reden.

Da sie momentan so häufig Themen anspricht wie Nähe/ Distanz; Alleinsein/ in Gesellschaft sein; Schwierigkeiten Grenzen zu setzen, etc., denke ich, dass sie evtl. davon ausgeht, dass ich Borderline habe.
Neulich bin ich nochmals in einem Buch alle Kriterien durchgegangen. Mittlerweile glaube ich, dass da doch etwas dran sein könnte. Denn so wie die Beraterin mich immer beschreibt und welche Probleme sie mir aufzeigt – das kommt der ganzen Sache schon recht nahe. Zuvor habe ich diese Dinge nur nicht an mir gesehen. Weil mir das schwer fällt, mich selbst zu beschreiben, so wie ich bin. Ich kann nur wiedergeben, was andere über mich sagen.
Aber vielleicht irrt sich ja auch die Beraterin und ich ticke gar nicht so, wie sie denkt und mein Bild ist ein falsches.
Wer weiß…
Momentan mache ich mir einfach viel zu viele Gedanken…

Ganze 4 Wochen werde ich keinen Termin mehr bei ihr haben. Schließlich habe ich nächste Woche die OP, muss danach liegen und anschließend hat die Beraterin Urlaub.
Das wird ein einziges Chaos die nächsten Wochen! Und niemand ist da, bei dem ich Ballast abladen kann, außer mein Blog. Keine Ahnung, wie ich das bewältigen soll…

Die Gedanken an den Lehrer sind wieder so stark.
Vielleicht durch den Schnee, der mich an meine Spaziergänge von letztem Jahr erinnert, bei denen ich an seinem Haus vorbeigelaufen bin, um mich zu beruhigen.
Möglicherweise hat auch der Stress mit meinem Freund etwas zu tun. Weil ich mich dann mehr zurückziehe. Mich noch mehr beruhigen muss und somit wieder die Realität verlasse und mich meiner Fantasiewelt widme…

Mögen oder übermorgen, treffe ich vermutlich meinen Freund wieder. Hoffentlich läuft es diesmal besser und endet nicht wieder in so einem Fiasko…

Ich habe den Eindruck, dass ich keine Milch mehr vertrage. Nehme ich nicht oft zu mir und heute habe ich ziemliche Bauchschmerzen danach bekommen.
Dafür ist mir heute aufgefallen, dass ich plötzlich gar keine Probleme mehr mit meinen Haaren habe. Bzw. sie brechen plötzlich gar nicht mehr so ab, wie noch vor wenigen Monaten! Da hatte ich ja ständig nach dem Haarewaschen Büschel in den Händen! Und jetzt ist alles wieder normal! Aber warum!? Das einzige was seitdem anders ist, ist dass ich a) unausgewogener esse, da ich mich aufgrund der Schmerzen weniger in die Küche stellen kann. Und b) meine Hormone die ich nehmen muss. Habe gelesen, dass bei denen manche Frauen verstärkten Haarwuchs bekommen. Vielleicht  wirkt es ja auch irgendwie dem Haarbruch entgegen!?? Wer weiß…

Kaum Schlaf und dann noch die vielen Schmerzmittel – ich bin einfach nur noch müde, müde, müde.
Deshalb mache ich mich nun schnell auf den Weg ins Traumland.
Morgen wird ein anstrengender Tag, an dem ich erst mal allein mit unseren Praktikanten sein werde. Hoffentlich geht das gut…
Schlaft gut ❤

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