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Stell dir vor, du hast jahrelang keinen Schimmer, in welche Richtung dein Leben gehen soll. Du steckst im Chaos, wohin du nur schaust. Das macht dir alles Angst.
Aber irgendwann peilst du endlich eine Richtung an. Überall gibt es große Stolpersteine, aber endlich kannst du den Weg in eine Richtung einschlagen. Du hast sogar ein wenig Hoffnung, wenn du voraus blickst.

Doch eines Tages wird mit einem Schlag alle anders. Denn der Weg endet plötzlich.
Sollen die ganzen letzten Jahre nun umsonst gewesen sein? Das kann doch nicht wahr sein! Dieser Weg hat dich doch so viel Mühe und Kraft gekostet! Nein, umsonst sicherlich nicht. Denn jeder Weg den man abläuft, bringt in irgendeiner Weise neue Erfahrungen, Kenntnisse oder Beziehungen mit sich.
Aber dein Leben wird nun mit einem Mal ziemlich auf den Kopf gestellt! Alles was du für deine Zukunft geplant hattest, scheint verloren…
Das bereitet dir Angst. Denn du kannst den Weg nicht weitergehen, für den du so lange gekämpft hast!!!

Und nun?
Aufgeben?
Nein. Klar, es wäre einfacher. Aber du bist eine Kämpferin! Das ist keine Option für dich!
Du könntest dich aber blind durch dichtestes Dickicht kämpfen. Sicher, es würde dauern, aber immerhin hast du dann die Chance, irgendwann wieder einen neuen Weg zu finden! Vermutlich ist dieser mit Angst verbunden. Gleichzeitig können sich  aber auch ganz neue Möglichkeiten ergeben…
Und vielleicht musst du ja auch nur einen Umweg nehmen um wieder auf deine Strecke zu gelangen. Das jedenfalls wünsche ich dir.<3 Und mir…
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Mir machen neue Wege sehr viel Angst. Weil ich ja sowieso immer schon so viel Angst vor Neuem habe…
Heute war ich wieder beim Arzt. Schon vorher hat sich die Angst mit großer Übelkeit gemeldet. Bin es nicht mehr gewohnt, das Haus zu verlassen.
Aufgrund meiner Schmerzen und Beschwerden ist mein Arzt der Meinung, dass auch andere Organe befallen sind. Zumindest hat er das als Diagnose in die Einweisungsbescheinigung geschrieben. Es ist alles so bescheuert…
In zwei Wochen werde ich in eine Klinik gehen, in der ich einige Tage (ca. 10) stationär bleiben werde. Ich habe ziemlich Angst vor dem, was auf mich zukommen wird.
In der Klinik führen sie viele persönliche Gespräche. z.B. über die eigene Biografie.
Oder dass der Patient vor allen Ärzten, Pflegern, Therapeuten usw. (Auf dem Foto sind das ca. 20 Leute) erzählen muss, warum er da ist. Das wird mir schon so total schwer fallen, da werde ich garantiert keine gynäkologischen Einzelheiten erzählen! Anschließend unterhalten sich dann alle Fachkräfte darüber, welchen Eindruck sie von dem Patienten hatten usw. Das kann bei mir nur nach hinten los gehen…
Sie werden mich garantiert auch auf die Narben ansprechen. Und ich weiß nicht, was ich dann sagen soll… Ich weiß es einfach nicht. Ich muss es aber irgendwie verharmlosen…
Wegen der Essensache werde ich nichts sagen. Ich werde ein paar Kilo mehr angeben und mich beim Essen zusammenreißen.
Ab und zu habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, dort wegen der Angst etwas zu sagen (Prüfungsangst, Angst von anderen“gesehen“ zu werden, Angst vor der Angst, Panikattacken an stillen/engen Orten/ Orten mit vielen Menschen, usw.). Auch weil ich weiß, dass ich wegen der Angst etwas tun muss. Seit ich nicht mehr arbeiten/ einkaufen gehe, wird sie wieder viel stärker. Dann wären die Ärzte usw. vielleicht  wenigstens zufrieden, wenn sie etwas krankes an meiner Psyche gefunden hätten und würden nicht noch weiter graben… Vielleicht aber auch dann erst recht!
Aber auf der anderen Seite würden sie mich dann gleich zum Therapeuten schicken. Das würden bestimmt alle mitbekommen wegen irgendwelchen Berichten/ Krankschreibungen/ verpflichtenden Arztbesuchen/… Und die Ärzte würden dann erst recht jeden einzelnen Schmerz auf die Psyche schieben und mich mit meiner körperlichen Erkrankung nicht ernst nehmen… Ich kann das nicht…

Es ist schwierig für mich, wieder auf meine Eltern angewiesen zu sein (kochen, einkaufen, putzen, usw.). Gefangen zu sein, hier im Haus aufgrund der Schmerzen und weil meine Eltern in einem Dorf mit schlechter Busverbindung wohnen. Kann meinen Freund nicht sehen. Kann ihn meinen Eltern immer noch nicht vorstellen, so dass er nicht zu mir kommen kann. Und ich kann den Weg zu ihm/ in meine Wohnung wegen der Schmerzen, nicht all zu oft bestreiten. Fühle mich in meiner Autonomie komplett eingeschränkt und das kann nicht lange gut gehen…
Und in die Beratungsstelle kann ich momentan auch nicht mehr. Ist über 2 Monate her, dass ich zuletzt dort war…
Von der Arbeit ganz zu schweigen. Keine Ahnung, ob ich meine Stelle behalten kann. Und ohne die, habe ich nicht mehr viel…

Keine Ahnung, wo das alles enden soll.
Mein Kopf qualmt jetzt, weil meine Gedanken nur noch rattern. Deshalb beende ich diesen Artikel nun auch.
Wünsche euch noch nen schönen Abend…!

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