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Heute stand also die Fahrt zum MRT an. Die Nacht davor konnte ich kaum schlafen. Hatte wieder Horrorgorstellungen, was sie alles in meinem Körper finden könnten und was man vielleicht entfernen muss. Morgens dann Erwachen mit Migräne und Frauenbeschwerden. Ganz toll. Vor allem wenn man nüchtern bleiben muss und auch den ganzen Morgen keine Schmerzmittel einnehmen darf!!!!!!!!

Mit dem Kliniktaxi wurde ich dann direkt in die Klinik gebracht. Die Fahrt war extrem schmerzhaft, ich konnte kaum sitzen. Ich musste nicht suchen, der Fahrer brachte mich an die richtige Stelle und wollte mich dort auch wieder abholen. Zum Glück!

Dort angekommen musste ich ca 45 min im Wartebereich zwischen vielen alten Leiten Platz nehmen. Die Tür gegenüber stand halb offen. Ich hatte schon mitbekommen, welcher Arzt sich um mich kümmern würde. Irgendwann sah er sich Unterlagen an und murmelte: „1991…“. Ja, ich weiß, meine Diagnosen sind nicht alle so ganz typisch für mein Alter… -.- Der Arzt nahm mich mit um die Ecke und ging mit mir einige Fragen durch. „Wissen Sie ihr Gewicht ungefähr?“. Gedankenschmiedin nannte ihm ihr Gewicht und fügte nochmals 2 Kg hinzu. Trotzdem wiederholte der junge Mann in Weiß fragend ihre Antwort…

Natürlich musste ich wieder so ein bescheuertes Flügelhemd anziehen. Wenigstens war es so groß, dass es meinen Oberschenkel und meinen Arm einigermaßen bedeckt hat. Der Zugang für die Kontrastflüssigkeit wurde glücklicherweise auch rechts gelegt. Die restlichen Einzelheiten erspare ich meinen Lesern dann aber doch lieber :P.

Anfangs hieß es, ich müsste 30 min in die Röhre. Der andere Typ meinte 40. Letztendlich war es dann aber doch über eine Stunde. Die Augen habe ich fast komplett geschlossen gehabt. Die ganze Zeit über. Hatte so Angst, dass ich sonst Panik bekommen würde. Das Hauptproblem war nicht die Untersuchung. Obwohl ich keine Musik bekommen habe, wie andere Leute das schon beschrieben hatten. Aber die Schmerzen wurden immer mehr. Und eigentlich hätte ich mich gerne auf die Toilette verzogen. Aber nein, ich musste durchhalten.

Habe ich dann auch. Habe die CD mit den Aufnahmen für meine Ärzte bekommen und dann ging es wieder zurück in meine Klinik. Die Schmerzen waren so stark. Sonst nehme ich ja seit Monaten rund um die Uhr Schmerzmittel! Bin dann wirklich auf dem Zahnfleisch daher gekrochen gekommen… Hab mir erst mal ne Wärmflasche geholt und meine Ration Medikamente eingenommen. Dann nochmals zwei weitere Stunden Schmerzen vom Feinsten, bis endlich die Schmerzmittel angefangen haben zu wirken…

Aber nur für ca. 2h, dann ging es weiter. War mir einfach alles zu viel. War heute ständig kurz davor loszuheulen, war heute so nahe am Wasser gebaut, ich konnte einfach nimmer.

Bei der Physio kam das nächste Übel. Musste Kleidung ablegen. Aber erst als die Dame mir später noch die Oberschenkel massieren wollte, hat sie natürlich meine Narben gesehen. „Waren Sie das?“, hat sie lächelnd gefragt. Schokstarre. Und schließlich doch ein Nicken von mir. „Dann ist es ja gut, dass wir das jetzt behandeln!“, meinte sie. „Dann nehmen wir aber ein anderes Öl…“, fügte sie noch hinzu und eilte los. Das war mir alles mehr als peinlich… Das schlimmste ist, dass sie es garantiert den anderen Ärzten und Pflegern hier erzählen wird. Der Austausch untereinander wird hier in dieser Klinik ganz groß geschrieben… Wenn sie das macht, dann habe ich wirklich ein Problem. Oder wenn einer der Ärzte die Narben sieht. Vor allem die männlichen, das geht nicht, darf nicht sein. Die achten sowieso immer auf jeden Fliegenschiss auf meiner Haut!!! Die sind nämlich so taktlos und sprechen solche Dinge vor anderen Patienten an (siehe meine jüngere Bettnachbarin mit ihrer angeblich depressiven Phase). Und sie werden mir gleich ne Seelenklempnerin vorbeischicken, die das Gespräch dann garantiert auch im Beisein meiner Zimmergenossin führen wird.

Abends hatte ich dann doch noch kurz ein paar Tränen in den Augen. Auch noch vor dem Stationsarzt. Peinlich. Aber  es ging einfach nicht mehr mit den Schmerzen. Was soll man denn machen, wenn man in jeder Position den ganzen Tag über Schmerzen hat? Im Nachhinein bin ich froh, dass meine Temperatur dann vorhin zu hoch war. So glauben mir die Ärzte eher, dass in meinem Körper etwas nicht stimmt und ich starke Schmerzen habe. Aber wird bestimmt wieder dauern, bis die das registrieren. Eine Pflegerin meinte auch nur: „Bestimmt der Stress!“ … -.-

Hab den ganzen Tag nach der Untersuchung auf meinen Befund gewartet. Aber Pustekuchen!!! Habe die Bilder zwar für meine Ärzte hier mitbekommen, aber die müssen auf die Befunde aus der anderen Klinik warten. Heute kam nichts mehr. Hoffentlich bearbeiten die solche Dinge auch am Wochenende. Auch wenn ich Angst vor dem Ergebnis habe, die Warterei macht es nicht besser…

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