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Letzte Nacht konnte ich erstaunlich schnell einschlafen, nachdem ich nochmals ein zusätzliches Schmerzmittel bekommen hatte. Habe ganze 4 Stunden am Stück geschlafen. Rekord hier! Doch um 3 Uhr wurde ich von starken Schmerzen geweckt. U. a. aufgrund von Frauenbeschwerden. Irgendwann habe ich mich dann überwunden den jungen Nachtpfleger (ich glaube er hat sich als Marco vorgestellt) zu rufen. Medikament bekommen. Hat gedauert, bis das gewirkt hat. Es war bereits 6 Uhr. Neue Schmerzen und Beschwerden kamen hinzu, bei denen mir bisher kein Medikament half. Dazu ein bisschen Übelkeit. Ständig auf Toilette gehen. Nein, es war nicht schön. Schlafen konnte ich nicht mehr!

Der ganze Tag drehte sich wieder rund um Schmerzen. Temperatur war auch immer noch erhöht. Krankenschwester wollte es dem Bereitschaftsarzt ausrichten (am Wochenende scheint hier gar nix los zu sein!). Dann kam eine mir unbekannte Frau um mir Blut abzunehmen. Da sich an meinem rechten Arm bereits eine geplatzte Vene und eine Infusionskanüle befand, wollte sie natürlich den anderen Arm. Nicht gaaaanz so schlimm dachte ich, weil die Dame wenigstens nicht von dieser Station zu sein schien und sie somit auch nicht in enger Verbindung mit meinen Ärzten stand. Für meinen Geschmack hat sie sich meinen Arm mit den Narben viel zu lange angeschaut. Aber sie hat nichts kommentiert oder gefragt. So würde ich mir das auch von anderen wünschen! Jedenfalls hat sie mir keinen Arm dann so stark abgeklemmt, dass er rot und blau wurde, ich den Druck in der Hand kaum aushielt und jetzt noch viele, viele kleine rote Punkte über den Arm verteilt habe. Meine dünne Vene an der Hand ist natürlich auch geplatzt und gleich mal stark angeschwollen. Schließlich hatte sie doch an der rechten Hand Erfolg. Warum nicht gleich so??

Dann kam dieser Bereitschaftsarzt. Ich sollte meine Symptome schildern. Ich merkte dass er keine Zeit hatte. Und dass er meine  Schmerzen mit ‚ich solle viel Wasser trinken und ein paar Schritte gehen‘, herabspielte. Er meinte, dass die Schmerzen von der OP kommen könnten. Habe ihm gesagt, dass ich sie schon vorher hatte. Darauf hat er nicht reagiert. Habe mich null ernst genommen gefühlt. Schließlich kann ich seit einem halben Jahr ständig nicht mehr ohne starke Schmerzen stehen, sitzen, liegen oder laufen!!! Und die Schmerzen und Symptome heute, deuteten schon sehr darauf hin, dass mein Gyn mit seiner vermuteten Diagnose recht haben könnte und noch andere Organe von meiner Erkrankung betroffen sein könnten. Die Schmerzen sind so typisch… Außerdem hatte ich wohl im letzten Blutbild zu viele Leukozyten. Aber der Bereitschaftsarzt heute meinte, dass das ja nur ein Entzündungswert wäre und bei KINDERN es zB. oft so sei, dass sie bei Stress mit zu hohen Entzündungswerten reagieren würden. Z.B. weil sie Angst vor Spritzen hätten. Und ich sei ja auch noch recht jung… Mir blieb fast die Spucke weg!!! Er hat mich so aufgeregt! Mal davon abgesehen, dass ich beim Blutabnehmen wegen den Narben tatsächlich nervös bin – erst nimmt er meine Erkrankung mit meinen Schmerzen nicht ernst und dann vergleicht er mich noch mit einem Kind! Bestimmt hat er nicht in die Akte geschaut, wie alt ich bin. Immer werde ich zu jung eingeschätzt. Es nervt so!!! Außerdem: warum habe ich dann ständig erhöhte Temperatur, vor allem wenn ich starke Schmerzen habe, die ich manchmal kaum aushalte, wenn ich doch nichts habe?

Schon am ersten Tag wurde mein Alter mal wieder unterschätzt. Nachdem einer der drei Ärzte die vor mir standen, bereits mit meiner 17-Jährigen Bettnachbarin gesprochen hatten, meinte er zu mir: „Und in die wievielte Klasse gehst du?“ Der Arzt neben ihm (der mich kurz davor nach meinem Alter gefragt hatte) versuchte ihm noch vergeblich mit Blicken klar zu machen, dass er auf dem Holzweg war. „Ich bin Erzieherin“, antwortete ich. Da die Ärzte dort alles so genau analysieren, also wie der Patient auf sie wirkt usw., hätte mich ja schon interessiert, was sie über mich zu erzählen hatten…

Als ich heute zwischendurch am Stationszimmer war um mir noch mehr Schmerzmittel zu holen, wollte die Krankenschwester dort erst noch in meiner Akte in paar Dinge nachlesen. Die schreiben da glaube ich echt alles auf! Vermitlich auch sehr viele Eindrücke. Und jetzt frage ich mich immer wieder, ob dort auch schon etwas von meinen Narben steht. Ob es bereits alle wissen. Ob zB. der junge Pfleger, der mir gerade wieder gegenüber steht, weiß, dass ich lauter SVV-Narben habe und ob es am Montag meine ganzen Ärzte wissen, wenn sie wieder da sind…

Kein Mensch weiß, wann diese MRT- Ergebnisse endlich aus der anderen Klinik da sind. Und das macht mich sooooo wahnsinnig diese Warterei! Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich mir wünschen würde. Natürlich dass man überhaupt etwas erkennt. Vielleicht wären Entzündungen gut behandelbar. Meine Erkrankung wäre es jedenfalls nicht unbedingt…

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