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Bin am Ende. Es ist einfach grade alles zu viel für mich… Klar ist es eigentlich dumm, wenn man schon in eine Klinik gehen wird, dann allen etwas vorzuspielen. Aber wisst ihr, wie schwierig es ist, wenn man seit 8-10 Jahren so gut wie fast keiner Menschenseele seine Probleme anvertrauen konnte, obwohl man so viele Schwierigkeiten hat? Wenn man fast noch nie mit jemandem darüber gesprochen hat? Wenn man seit so vielen Jahren alles dafür tut, um seine Fassade zu wahren, hinter die niemand blicken darf!? Und wenn man eine Mutter hat, die schon sein Leben lang alles über einen weitererzählt!? Ich kann nicht von 0 auf 100 gehen. Andere vielleicht, aber ich nicht. Ich kann nur sehr kleine Schritte gehen oder gar keine. Und dann soll man in eine Klinik, in der verschiedenste Leute dann alles was man jemandem anvertraut mitbekommen, und deren Abschlussbericht darüber hinaus noch alle anderen Ärzte über die Diagnosen informiert. Wenn man dazu aber noch eine körperliche Erkrankung mit starken Schmerzen (täglich seit über 10 Monaten) hat, die sowieso so gut wie niemand erst nimmt(!), weil man sie nicht so einfach in den einzelnen Organen nachweisen kann, dann wird man mit bestimmten psychischen Diagnosen erst recht nicht mehr ernst genommen. Und dann ist die Gefahr groß, dass weitere körperliche Untersuchungen nicht gemacht werden, obwohl es körperliche Beschwerden und vielleicht auch körperliche Gründe gibt. Und diese Gefahr kann ich nicht eingehen. Dafür sind die Schmerzen einfach viel zu stark! Ich erwarte nicht, dass meine Entscheidung jemand versteht. Denn das kann man vermutlich nicht, wenn man die Dinge nicht selbst erlebt hat. Aber ich würde mir wünschen, dass sie  akzeptiert wird… Vermutlich werden die mir doch eh ne Therapie empfehlen, weil ich ihnen zu depressiv oder sonst was bin. Alles kann man doch eh nicht verheimlichen…

Meine Mutter ist mal wieder in meckerlaune. Ich hasse es, wenn sie immer so besserwisserisch drauf ist. „Das habe ich schon immer gewusst, dass es nicht gut ist, wenn man bei Schmerzen nur rumliegt!“, habe ich heute Morgen zu hören bekommen, als ich mal wieder sehr starke Schmerzen hatte. Danke. Weiß ich auch. Aber ich kann nun mal nicht einfach so vor die Tür gehen. Denn die Angst blockiert mich. Und wenn ich sehr starke Schmerzen habe, dann kann ich nicht gehen. Das erinnert mich gerade alles an meine Schulzeit. Als ich wegen der ganzen Angst, den Panikattacken im Unterricht und den anderen Sachen, damals die Schule abgebrochen habe. Auch da wurde auf mir rumgehackt und letztendlich noch mehr Druck gemacht, weil ich ja angeblich so faul wäre… Meine Mutter will nun, dass endlich was geschieht. Dass ich in die Klinik komme. Dass ich rumtelefoniere mit Arzt, Krankenkasse und Klinik, um vielleicht doch einen früheren Termin zu bekommen, den ich eigentlich gar nicht möchte. Und ich habe einfach nicht die Nerven dazu. Ist alles zu viel. Viel zu viel. Bin sowieso schon den ganzen Tag wieder am Heulen. Hab schon wieder die Angst in mir, dass ich niemals Kinder haben werde. Und die Angst, dass das mit meinem Freund den Bach runterläuft. Und Angst, dass meine Schmerzen niemals weggehen. Angst, dass ich meinen Arbeitsplatz verliere. Angst, Angst, Angst. Und ich steigere mich viel zu sehr hinein…

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