Schlagwörter

, , , , , , , , , ,

Heute Morgen stand also das wöchentliche Wiegen an. War vorher auf Toilette, weil es nicht anders ging. Habe sicherheitshalber 300ml getrunken. Das hat dann aber auch nicht mehr geholfen. Letztendlich zeigte die Waage ein halbes Kilo weniger an, als vor einer Woche… Die Worte der Psychologin die hier für Essstörungen zuständig ist, habe ich nicht vergessen. Sollte ich abnehmen, müsste sie sich nochmals mit mir unterhalten, weil sie hier die Verantwortung für mich haben und dann müsste man schauen, was man macht… *Schluck*. Zu meinem Anfangsgewicht hier sind es ja nur 300g weniger. Zu letzter Woche aber 500. Keine Ahnung, ob das Theater dann jetzt schon wieder losgehen wird… Habe es am Frühstück erwähnt. Die anderen beiden sind ja auch sehr dünn. Die eine, die meistens kaum etwas isst, konnte es kaum fassen, dass ich obwohl ich so viel mehr als sie esse, so viel in einer Woche abgenommen habe. Geht bei mir halt schnell, wenn ich keine Süßigkeiten um mich herum habe… Finde ein halbes Kilo jetzt nicht sooo viel. Hatte da schon mehr auf einmal weg… Ich habe große Angst davor, dass sie mich irgendwann an den Tisch mit den „Esspatienten“ setzen werden. Alle würden es sehen. Alle. Das wäre mein Ende… Für vergangene Woche werde ich es einfach auf das neue Medikament schieben. Schließlich war mir ja auch leicht übel davon. Ob das allerdings an den Konsequenzen etwas ändern wird, bezweifle ich.

Bin heute Morgen wieder mit starken Kopfschmerzen aufgewacht. Einseitig, richtung Kiefer. Mit dem habe ich ja schon seit vielen Jahren große Probleme. Bestimmt presse ich nachts wieder meine Zähne aufeinander. Meine Aufbissschiene die ich mal kurze Zeit hatte vor mehreren Jahren, hatte schon nach kurzer Zeit Löcher. Aber ich traue mich ja schon seit Jahren nicht mehr zum Zahnarzt wegen meiner Zähne, denen man die Schäden durch Magensäure schon ein bisschen ansehen könnte…

Die Schmerzen heute waren nervig. Aber wenigstens beim Kopf hat eines der Schmerzmittel nach Stunden mal gewirkt.

Gymnastik war anstrengend. Wir haben so viele Übungen im Stehen gemacht. Und ich bekomme Schmerzen im Stehen und zwar ziemlich schnell. Eigentlich sollte man dann da die Übung weglassen oder weniger machen. Aber ich will nicht, dass mich andere anstarren, weil das würden sie tun, wenn ich mich einfach so hinsetzen würde. Keine Ahnung, was ich machen soll (morgen wird es in einer anderen Therapie das gleiche sein. Muss die ganze Zeit stehen. Und das geht eigentlich gar nicht. Grrrrr… Und dann wird es da auch noch so heiß sein und ich werde als einzige langärmlig sein…). Gruppentherapie habe ich heute auch überlebt. Bin oft die einzige, die zu einer Sache nichts sagt, dann komme ich mir blöd vor. Habe heute immerhin das erste Mal von mir aus freiwillig was gesagt, sogar zweimal. Aber nur da, als sonst niemand die Antwort auf die Fragen der Therapeutin wusste…

Sonst habe ich versucht meine Schmerzen auszuhalten und bin auf der Liegewiese gelegen. Erst allein und später mit meiner Tischnachbarin. Mit der bin ich nach dem Abendessen auch das erste Mal in den Außenbereich der Caféteria. Vielleicht traue ich mich dann da jetzt bald auch mal allein hin.

Sonst gab es nichts aufregendes. Außer dass ich dauernd voller Angst in meinen Briefkasten schaue, ob ich Post bzgl. Zusatzmahlzeiten oder einem Gespräch habe. Vielleicht dauert das aber auch noch, bis meine Therapeutin wieder gesund ist. Hoffentlich kommt davon nichts morgen und mich zu. Habe morgen volles Programm, wird wieder anstrengend…

Advertisements