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Wenn ich hier bin, lese ich automatisch über die Schicksale anderer Menschen. Meistens Menschen, mit ähnlichen Problemen. Und wenn ich hier tippe, dann doch meistens über die negativen Dinge in meinem Leben.
Ich schreibe zwar immer noch gerne. Aber wenn man seit zwei Jahren durchgängig nur noch Schmerzen und so viele andere Beschwerden hat, dann muss man schauen, was man mit seinem mickrigen Rest an Energie anstellt, um zu überleben.
Das soll jetzt bestimmt keine Anschuldigung an meine Leser sein – lediglich ein Erklärungsversuch, warum ich mich hier kaum noch aufhalte…
Die letzten Monate habe ich mich von WordPress ferngehalten. Und eigentlich tat mir das ganz gut. Ich wollte mich einfach nicht mehr mit diesen ganzen negativen Dingen befassen. So handhabe ich es auch bei meinen Eltern. Wenn sie von Streit und Stress auf der Arbeit berichten, dann muss ich mich meistens zurückziehen. Denn meine Ressourcen sind begrenzt…

Ich weiß noch nicht, wie es mit meinem Blog weiter geht. Vielleicht werde ich gar nicht mehr schreiben. Ein anderer Gedanke, der mir immer wieder im Kopf herumgeistert: Sollte ich nicht meine Reichweite nutzen, um über meine (körperliche) Erkrankung aufzuklären? Schließlich sind so viele Menschen davon betroffen, ohne es zu wissen… Und auf Youtube & Co. geht so ein blöder Trend herum, der zur Folge haben kann, dass diese Erkrankung sich erst Recht stark weiterentwickeln kann. Eigentlich fühle ich mich dazu gezwungen, hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Aber das müsste warten. wahrscheinlich Jahre. Denn da wäre die Angst zu groß, von irgendjemandem erkannt zu werden…

UPDATE:

Meine gesundheitliche Lage hat sich nicht wirklich verbessert. Die psychische glaube ich teilweise schon etwas. Wobei die Angst sich vermutlich nur deshalb zum Teil in Grenzen hält, weil ich zB. nicht mehr arbeite und somit auch weniger Versagensängste habe. Vielleicht hat auch das Antidepressivum, dass ich wegen Schmerzen ein Jahr genommen habe, etwas geholfen – keine Ahnung.
Die letzten Monate waren sehr schwierig, weil ich so viele Beschwerden (v.a. auch wegen Nebenwirkungen von Medikamenten) hatte und weiterhin habe. Viele davon kann ich nicht (immer) richtig einordnen. ZB. die Schweißausbrüche, das Frieren und die Hitzewallungen: kein Mensch kann mir sagen, warum ich das habe.
Dann die Übelkeit, die ich jetzt seit zwei Monaten habe, teilweise mit Lagerungsschwindel. Oft nach dem Essen. Nach dem Trinken. Oder auch einfach so. Kommen die nun von meinem Schmerzpflaster (starkes Opiat, das ich vor ein paar Tage deshalb absetzen durfte)? Oder, weil ich das Antidepressivum abgesetzt habe und es eigentlich die Angst ist, die sich wieder meldet/ bzw. die Essstörung?
Immer wieder habe ich Angst, dass manches aus psychosomatisch sein könnte. Schließlich erstrecken sich die Schmerzen und Beschwerden von Kopf bis Fuß. Und irgendwie muss es sich ja äußern, wenn man seit vielen Jahren psychisch nicht ganz stabil ist und sich noch nie deshalb in Therapie begeben hat…

Ein neues MRT hat nur wieder eine neue Wucherung (durch meine Erkrankung) ergeben. Aber ich hab an der Stelle nicht mehr Schmerzen als sonst wo. Mein Arzt möchte mittlerweile doch nochmals eine OP (die seiner Meinung nach sehr groß ausfallen würde), weil mein Leben so nicht weitergehen könne. Die Schmerzambulanz, die ich regelmäßig besuche, rät mir stark von einer neuen OP ab. Schließlich kamen nach den letzten OPs durch Nervenschädigungen/Reizungen extrem starke Nervenschmerzen und Beschwerden dazu. Diese sind zwar teilweise besser/ schwächer, aber nochmal schaffe ich es nicht, diese durchzustehen, wenn es kein Medikament gibt, das mir da hilft!
In zwei Wochen habe ich wieder einen Termin bei dem unfreundlichen Chirurgen, der mich damals operiert hat. Der soll das ganze auch nochmals beurteilen… Mir wird schlecht wenn ich nur daran denke. Letztes Mal hat er nur x-Mal wiederholte, dass er bei der OP aber alles entfernt hätte. Schön für ihn. Ich war dort weil ich Schmerzen hatte. Er muss sich sehr angegriffen gefühlt haben. Und für ihn war gleich klar, dass alles psychosomatisch sein muss – schließlich habe ich ja auch noch Migräne.
Die Schmerzambulanz sieht es anders, manche Schmerzen lassen sich schon zuordnen. Aber auch die wissen langsam nicht mehr weiter. Die haben dort keine extra Station für Schmerzpatienten, so dass ich dort stationär dann in die Psychosomatik müsste, wenn sich nicht bald etwas ändert. Nur über meine Leiche! Dort sollte ich mich ja schon mal vorstellen für eine Einschätzung. Und die blöde Kuh hat anschließend mindestens 10 Fehler in den Bericht gehauen – stets genau das Gegenteil, von dem was ich gesagt hatte. Sie hätte mir dann gerne noch eine Essstörung diagnostiziert, da ich die letzten Jahre so viel Untergewicht hatte… (Mittlerweile bin ich nur noch minimal im Untergewicht, bzw. fast im Normalgewicht, was nicht einfach für mich ist. Aber momentan geht mein Magen vor…).
Ich will nicht wieder wie in meiner Reha letztes Jahr, die einzige Schmerzpatientin sein in irgendwelchen Gruppentherapien. Ich bin körperlich total eingeschränkt und geschwächt, möchte nicht dauernd gefragt werden, warum ich dies und das nicht mitmachen kann, habe durch die Schmerzen ganz andere Probleme und habe momentan keine Kraft um mir die Sorgen der Nicht-Schmerzpatienten anzuhören, so leid es mir auch tut…
Dann werde ich lieber der Schmerzambulanz vorschlagen, stationär in irgendeine Schmerzklinik zu gehen. Dann wäre ich wenigstens unter Gleichgesinnten. Aber auch das möchte ich eigentlich vermeiden, weil mir schlecht wird, wenn ich nur daran denke, was ich den Leuten dann wieder alles vorspielen müsste…

Finanziell muss ich mir bis Juni eigentlich keine Sorgen machen, aber ich habe große Angst, was danach kommt…
Der Lehrer* geht mir seltsamerweise immer noch nicht aus dem Kopf. Mittlerweile hat er ja Zwillinge und betreut Praktikanten im Anerkennungsjahr. Ich habe schon jetzt panische Angst davor, ihm als Lehrer oder Vater irgendwo in einer Kindertageseinrichtung zu begegnen, sollte ich irgendwann wieder als Erzieherin arbeiten können. Das schlimmste wäre, wenn ich selbst eine Praktikantin betreuen müsste, mit der ich dann mit dem Lehrer gemeinsam nach dem Praxisbesuch ein Gespräch hätte…

Mein Freund hat seine Arbeitsstelle gekündigt – die Arbeitsbedingungen waren aber auch schlecht. Momentan ist er krankgeschrieben, weil dieser Idiot mal wieder so schnell mit dem Fahrrad unterwegs war, dass er ein Hindernis übersehen hat. Grrrrrrrr. Natürlich hat er sich wieder einen Bruch zugezogen und hat seit Wochen geschwollene Fingergelenke, die er nicht bewegen kann. Keine Ahnung wo er landen wird, wenn er einen neuen Arbeitsplatz hat.
Am liebsten würde ich mit ihm zusammen weg aus dieser Stadt. Aber er lässt sich mit 30 Jahren weiterhin von Mutti betütteln, allein wohnen ist ihm zu teuer und zusammenziehen kann ich nicht, obwohl ich es eigentlich wollen würde. Doch davor müsste so viel passieren!!!!! 😦 😦
Ich kann mich nicht gegenüber meiner konservativen Familie und Verwandten behaupten. Ich müsste vor dem Zusammenziehen heiraten. Heiraten wären aber mit meinen Angststörungen undenkbar (im Mittelpunkt stehen, Kleid anziehen mit Narben, zeigen, dass ich kein gefühlloses Wesen bin,…). Ich stecke also regelrecht in meinem Leben fest.
Wenn ich an meine Zukunft denke, wird mir einfach nur schlecht…

 

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