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Visite ist überstanden. Sie waren heute zum Glück nur zu dritt in dem riesigen Raum.

Die Oberärztin wollte wissen, was ich momentan in Einzeltherapie für ein Thema hätte, was ja letztes Mal Ängste und Anspannung war.

Sie wollte dann dauernd meine Anspannung auf einer Skala wissen. 7-8. Hat gefragt, ob es einen Zusammenhang mit den Schmerzen gibt. Nein, die hängen bei mir nun mal von Körperhaltung usw. ab.

Wie es mir aktuell geht wusste ich nicht.

Dass ich mir schon immer zu wenig zutraue, weiß ich auch schon längst.

Letztendlich meinte sie, ich sollte schauen, ob ich hier auf Station noch etwas üben könnte (die wollte bestimmt nur darauf hinaus, dass ich mich mal als Stationssprecherin melden könnte oder mich in den Gruppentherapien freiwillig mündlich beteilige). Ich soll schauen, dass ich die wenige Zeit die mir hier noch bleibt, sinnvoll nutze…

Ich kann mit Druck nicht umgehen. Und trotzdem weiß ich, dass sie recht hat. Aber irgendwie scheinen mir diese Dinge gerade nicht die wichtigsten zu sein… Denn in mir kommt schon wieder so ein Selbsthass auf. Hass darauf, dass ich die Dinge nicht einfach ansprechen kann, so wie andere auch. Du bist nicht gut, so wie du bist. Du bist einfach nicht therapiebar, du Alien…