Die Welt aus Kinderaugen

Hier möchte ich ein paar geniale Kindersätze sammeln, die mir in meinem Kindergartenalltag begegnet sind. Kinder sind so ehrlich und sehen die Welt oftmals noch aus einer ganz anderen Perspektive, wie wir Erwachsenen das tun. Sie haben ihre eigene Logik, sind nicht so verkopft wie wir und nehmen häufig kein Blatt vor den Mund… 🙂
Ich lese mir das selbst immer wieder gerne durch und erinnere mich an diese kleinen aber feinen Momente, die manchmal für einen kurzen Augenblick Licht in mein dunkles Leben gebracht haben…
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Sicherheitsnadeln
Ein Vierjähriger sitzt am Tisch. Er hat sich einen der Verschlussrahmen geholt, an dem man den Umgang mit Sicherheitsnadeln üben kann. Er öffnet und schließt die Sicherheitsnadeln.
“Daheim habe ich mir schon mal mit so einer Nadel in den Finger gestochen!”, erzählt er mir. “Das hat sogar geblutet! Ich weiß gar nicht, warum die Sicherheitsnadeln heißen. Die sind doch nicht sicher!?!

Eine Frage der Betrachtungsweise
Eine 4-Jährige spielt mit zwei Kindern in der Puppenecke.

Sie liegt auf der kleinen Matratze („Bett“).
Als sie aufsteht, nimmt sie ihre Haare und hält sie sich über den Kopf. 
Das Mädchen blickt zu mir und verkündet mit großen Augen: „Wenn ich morgens aufstehe und in den Spiegel schaue, dann sind meine Haare ganz anders. Die sehen dann immer aus wie Sonnenstrahlen!!! :)“

Kinderlogik – eigentlich logisch! 😉
Gedankenschmiedin befindet sich mit einem Mädchen in der Garderobe.

Das Kind hat die Schuhe anders einsortiert, als vorgesehen.
Gedankenschmiedin zeigt auf die entsprechenden Bereiche im Regal und fügt erklärend hinzu: „Schau mal, hier oben stehen immer die Hausschuhe der Kinder. Und hier unten kommen die Straßenschuhe hin…“
Die 3-Jährige nimmt ihre Straßenschuhe wieder aus dem Regal heraus, betrachtet sie eingehend und blickt dann zu Gedankenschmiedin: „Ich gehe damit immer auf dem Gehweg!“

„A“ wie…??
Gedankenschmiedin sitzt mit einer 3-Jährigen bei den Sandpapier-Buchstaben.
Das Mädchen hat sich das „A“ herausgesucht und fährt den Buchstaben mit den Fingern nach, so wie Gedankenschmiedin es ihr gezeigt hat.
„A wie Affe“, sagt Gedankenschmiedin. „Oder, was fängt denn noch mit ‚A‘ an?… Zum Beispiel A wie Ast. Oder A wie Ameise.“
„Hm, ich überlege auch mal,“ antwortet ihr das Kind und fährt weiterhin mehrmals den Buchstaben mit den Fingern nach.
Plötzlich schaut das Mädchen sie mit ihren großen blauen Augen an und verkündet stolz: „Aaaah, ich weiß was!!!! A wie Alkohol!!!!“

Das „Problem“-Kind
Ein 3-jähriges Mädchen versucht sich ihre Socke anzuziehen. Sie schafft es auch fast, nur ist die Socke um 180° verdreht. Sie zieht sie wieder aus.

Am anderen Fuß versucht sie ihren Schuh anzuziehen, was ihr nicht gelingt.
Ich zeige ihr wie sie ihre Socke drehen und wie man die Schnürsenkel lockern kann.
Anschließend schaut sie mich mit ihren großen blauen Augen an und meint nur: “Drei Jahre alt und schon so viele Probleme!”

Die Kindergartentante
Eines meiner Kindergartenkinder joggt vor mir, gemeinsam mit seiner recht junggebliebenen Oma. Da ich es eilig habe meinen Bus noch zu bekommen, überhole ich die beiden.

“Lass die Tante mal vorbei!”, meint die Dame zur ihrer Enkelin.
Ich bin also die Kindergarten-Tante, schon klar…
Die 3-Jährige lacht: „Das is keine Tante! Das ist eine Frau!!” 😀
Daaaaanke mein liebes Kind!!! 😀

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